Die Geschichte unserer Loge

Im 21. Jahrhundert

2019 wird das alte Logensiegel wiederentdeckt, behutsam modernisiert und fortan wieder verwendet. Dafür stehen wir: Eine zeitgemäße Umsetzung bewährter geistiger Inhalte und Techniken. Freimaurerei ist keine verstaubte Traditionspflege, sondern ein lebendiges Netzwerk, welches sich – allem politischen, gesellschaftlichen und technischen Wandel zum Trotz – eine besondere Eigenständigkeit bewahrt. Nicht abgesondert, sondern mitten im Leben, arbeiten und wirken Brüder.

2016 feierte die Loge ihr 200. Jubiläum.

2001 zählte die Loge 30 Mitglieder.

Im 20. Jahrhundert

1967 besiegelte die Loge die Partnerschaft mit der Lodge Mother Kilwinning No. 0, der ältesten Loge der Welt.

1960 wurde der Loge Carl zum aufgehenden Licht die Ehrenmitgliedschaft bei der Johannisloge Aufwärts zum Licht verliehen.  Eine am 17. Januar 1960 unterzeichnete Urkunde dokumentiert den Beschluss vom 6. Januar 1960. Sie räumt dem Meister vom Stuhl das Recht ein, das Bijou der Loge zusätzlich zum eigenen zu tragen.

1948 Zusammenschluss und Beitritt in die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland.

1947 wurde der Loge die Lizenz zur Wiederaufnahme der freimaurerischen Arbeit erteilt.

1938 trafen sich die Brüder im Lokal “Frauenhof”.

1934 erfolgte die Beschlagnahmung des Logenhauses durch SS und Gestapo.

1916 feierte die Loge ihr 100. Jubiläum.

1905 zählte die Loge 257 Mitglieder.

Im 19. Jahrhundert

Der Logengründung geht die Einsetzung der Direktorialloge “Carl zur aufgehenden Sonne” voran. Sie stellt später die Bearbeitung des 4. Grades (Schottischer Meister) und des 5. Grades (Altschottischer Meister) sicher.

Am 19. Dezember 1816 eröffneten neun Brüder in der Frankfurter Wohnung des Franz Josef Molitor die Tätigkeit der Loge “Carl zum aufgehenden Licht”. Namen und Datum waren bewusst gewählt: der Gründungstag war der 72. Geburtstag des (nicht-regierenden) Landgrafen Carl von Hessen-Kassel, Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein für das Königreich Dänemark.

1816 zählte die Loge 53 Mitglieder.

Der erste Meister vom Stuhl wurde Br. Severus, der bereits einmal Meister der Loge “Zur aufgehenden Morgenröthe” gewesen war. Erst am 17. August 1817 wurde in der Logenversammlung die Ankunft des Constitutionsbriefes und des Gesetzbuches angezeigt, deren Zusendung durch Erkrankung des Landgrafen verzögert war.

Am 20. Oktober 1817 erfolgte die erste Aufnahme eines Profanen zum Freimaurerlehrling.

1822 übernahm die Loge die Verwahrung der Akten der Schwesterloge “Friedrich zum Nordstern” i. Or. Homburg v. d. H., welche aufgrund politischer Rahmenbedingungen das Licht löschen musste, d. h. ihre Tätigkeit einstellte.

1825 übernahm Bruder Molitor den ersten Hammer, d. h. er wurde gewählter Meister vom Stuhl.

1831 wurde der Unterstützungsfond für Witwen und Waisen gegründet.

1836 Tod des Landgrafen Carl von Hessen-Kassel im Alter von 92 Jahren. Erst ab diesem Zeitpunkt schwindet der Einfluss der Schottenloge (4. Grad) und altschottischen Direktorialloge (5. Grad).

1840 erfolgte ein erster Beitritt zum Eklektischen Bund, einem für die Geschichte der deutschen Freimaurerei bedeutenden Zusammenschluss von Logen, welcher nach entschlossenen Unstimmigkeiten über die Ritualfreiheit und das Fortführen der Schottengrade, 1950 erneuert wurde.

Seit 1841 lautet das lateinische Motto der Loge “UT OBSCURA REDDAM CLARA”, also “Auf dass ich das Verborgene klar mache”.

1846 fasste die Loge den Mehrheitsbeschluss auch nichtchristliche Brüder Maurer zu allen Arbeiten zuzulassen.

1871 wurde das Logenhaus am Mozartplatz errichtet, welches 1945 vollständig zerstört wurde.

Hintergrundinformationen

Mehr über den Gründer der Loge, Molitor, und die Loge selbst bieten folgende Publikationen:

Franz Joseph Molitor und die jüdische Tradition: Studien zu den kabbalistischen Quellen der “Philosophie der Geschichte”, verfasst von Katharina Koch, erschienen 2006 im Verlag Walter de Gruyter.

Geschichte der christlichen Kabbala, Teil 3, verfasst von Wilhelm Schmidt-Biggemann, erschienen 2012 im Verlag Frommann-Holzboog.

Festschrift zur 150. Gründungsfeier der Johannisloge Carl zum aufgehenden Licht, verfasst von Bruder K. P., erschienen 1966.

Annalen der Loge Carl zum aufgehenden Licht 1891 – 1916, verfasst von Br. Ludwig Bangel, erschienen 1916.

Annalen der Loge Carl zum aufgehenden Licht 1816 – 1891, verfasst von Br. Emil Wenz, erschienen 1891.